Das Fenster

Dieses Fenster. Die Sonne funkelt durch die Scheiben und sucht sich ihren Weg durch die Vorhänge hindurch um den dahinter liegenden Raum mit Licht zu erfüllen. Ich schiebe den Vorhang leicht zur Seite und bewege den Fensterriegel – zuerst einen – der erste Teil der alten Fensterflügel öffnet sich. Dann den nächsten – schiebe die Fensterflügel auf die Seite – bis sie mit einem leichten Klick einrasten. Nun hat die Sonne freie Fahrt den Raum zu erhellen. Gleichzeitig eröffnet sich damit auch der Raum den Geräuschen der Stadt – den vorbeifahrenden Autos, den Schritten und das Murmeln der Fußgänger, das Klicken der Fußgängerampel. Ich nehme Platz auf dem Fensterbrett mit dem Gesicht der Sonne zugewendet und geschlossenen Augen – dem Wissen, dass bis zur Straße mehrere Stockwerke unter mir liegen – atme ich jeden Sonnenstrahl mit meinem ganzen Sein ein. Dieses Fenster – ein Stück Freiheit. Schönheit.

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